Cross-Border Family Mediation

Cross-Border Family Mediation (CBFM) befasst sich mit den Besonderheiten, die bei internationalen und interkulturellen Familienkonflikten auftreten können.

Im Rahmen der Globalisierung nehmen binationale Partnerschaften zu. Die unterschiedliche kulturelle Herkunft , die in guten Zeiten vom Paar als Bereicherung erlebt wird, erschwert häufig im Trennungs- und Scheidungsfall die Verständigung,   besonders wenn es  um Umgangs- und Sorgerechtskonflikte geht.

Anstehende Veränderungen , z.B. der geplante Umzug eines Elternteiles mit dem  Kind in ein anderes Land, mobilisieren   beim zurückbleibenden Elternteil Ängste, das  Kind zu verlieren. Unterschiedliche Wertvorstellungen und Kommunikationsstile führen nicht selten zu Missverständnissen .  Die Eltern können sich nicht mehr verständigen, sondern bekämpfen sich in  erbittertem Streit  und verlieren das Wohl des Kindes aus den Augen.

Eine  Cross-Border Mediation bietet den Eltern die Chance, mit Unterstützung der allparteilichen MediatorInnen ihre jeweils unterschiedlichen Bedürfnisse und Interessen zu klären, um dann gemeinsam zu vereinbaren,  auf welche Weise  der Kontakt zum Kind trotz großer Entfernung zuverlässig aufrechterhalten werden kann. Die Eltern haben die Möglichkeit, sich darüber zu verständigen, wie sie unter Berücksichtigung ihrer kulturellen Unterschiede die elterliche Verantwortung gestalten wollen.

Wurde ein Kind von einem Elternteil entführt oder zurückbehalten, bedeutet das für die Familie großes Leid. Kinder geraten in Loyalitätskonflikte. Der Vertrauensverlust zwischen den Eltern ist so groß, dass eine einvernehmliche Lösung unvorstellbar erscheint.  Doch auch hier bietet die Mediation eine Chance, im Interesse des Kindes den Konflikt gemeinsam beizulegen und  eine nachhaltige Regelung zu erarbeiten. Die betroffenen Eltern erleben, dass sie wieder miteinander kommunizieren können und sind in der Lage, den Fokus auf die Bedürfnisse und das Wohlergehen ihre Kindes zu richten.

In binationalen Streitigkeiten müssen die MediatorInnen  ihr Augenmerk auf die spezifische Konfliktdynamik richten, die von den interkulturellen Besonderheiten, unterschiedlichen Wertvorstellungen  und  Sprachvielfalt geprägt ist. Auch unterschiedliche nationale und internationale juristische Rahmenbedingungen sind zu berücksichtigen.

Selbstverständlich unterliegen die MediatorInnen der Schweigepflicht.

Ich habe die Weiterbildung zum Cross-Border Family Mediator bei MiKK absolviert und  arbeite in diesen Fällen mit einem juristischen Cross- Border Family Mediator zusammen.

Bi-national relationships are on the rise as a consequence of increasing globalization. While each of the partners finds the cultural differences enriching as long as their relationship is intact, in times of separation and divorce the differences can exacerbate the conflict, especially when custody and access disputes arise.

The threat of change that is caused by separation and divorce can give rise to anxiety and insecurity. If, for example, one parent wishes to relocate with the child to another country, the left-behind parent may fear they will lose their child altogether. Different values and ways of communicating can lead to misunderstandings. Silence can ensue; the parents may find it difficult to impossible to discuss the issues or they may become entangled in bitter disputes. Confronted with such conflict, parents often forget their child’s needs and well-being.

At this point parents may want to engage in a cross-border family mediation. The mediators are impartial and bound to confidentiality. They support both conflictual partners equally. They can assist the conflicting couple to clarify their needs and interests and return to a constructive form of communication. In this way the parents are able to develop appropriate and tailor-made ideas for how to support and guarantee contact between the child and the left-behind parent. They can work out how to exercise their parental responsibility, taking both their cultural backgrounds into consideration.

Child abduction and retention cause harm to the whole family. The child suffers from conflicting loyalties; the trust between the parents is lost. Even in these cases mediation provides a chance for the parents to find a mutual and sustainable solution in the best interest of their child.

In bi-national custody and access disputes it is essential that the mediators consider the specific dynamics of such conflicts due to cultural differences, language barriers, different values, and different national and international law.

I have completed specialized training in cross-border child custody and family mediation (CBFM) at MiKK in Berlin. In bi-national custody and access mediations
I work in co-mediation with a CBF mediator from the legal profession.